Schulsozialarbeit

„Die Spielregeln des Lebens verlangen von uns nicht, dass wir um jeden Preis siegen, wohl aber, dass wir den Kampf niemals aufgeben“ (landsiedel-seminare, 2024). Die individuelle Förderung der SchülerInnen ist das übergeordnete Ziel der Schulsozialarbeit. Misslingt der Förderungsversuch eines Schülers, ist ein Fortführen der Förderung unabdinglich. Es müssen neue Förderkonzepte erstellt werden, um einen neuen Ansatz zu schaffen. Aufgrund des Misserfolges einer SchülerInn ist die Hilfe nicht gescheitert. Nach Frankl lässt sich demnach sagen: „Die Individualität eines Schülers verlangt nicht, dass jeder Förderungsversuch einen Erfolg mit sich bringt, wohl aber, dass man die Förderung des Schülers nicht aufgibt.

Frankl sagte auch: „Selbst ein Leben, das wir anscheinend vertan haben, lässt sich noch rückwirkend mit Sinn erfüllen, indem wir gerade durch diese Selbsterkenntnis über uns hinauswachsen (landsiedel-seminare, 2024). Sollte ein Förderungsversuch bei einer SchülerInn scheitern oder nicht den gewünschten Erfolg mit sich bringen, ergeben sich dadurch neue Erkenntnisse. Die Schulsozialarbeit profitiert durch diesen Misserfolg und es können neue Förderkonzepte entwickelt werden. So lässt sich das Zitat von Frankl auf die Schulsozialarbeit wie folgt beziehen: „Selbst ein Förderungsversuch bei einem Schüler, der misslungen ist, lässt sich noch rückwirkend mit Sinn erfüllen, indem wir gerade durch diesen Misserfolg unseren Erkenntnisstand der Schulsozialarbeit erweitern“.

Ein weiteres Zitat von Frankl, welches sich auf die Schulsozialarbeit beziehen lässt, ist: „Die Aufgabe wechselt nicht nur von Mensch zu Mensch, entsprechend der Einzigartigkeit jeder Person, sondern auch von Stunde zu Stunde, gemäß der Einmaligkeit jeder Situation“ (landsiedelseminare, 2024). Die Probleme der SchülerInnen sind individuell, wodurch eine individuelle Lösung geschaffen werden muss. Die Probleme unterscheiden sich, denn die Situation und der Zeitpunkt in denen sich die SchülerInnen befinden sind immer unterschiedlich. Diese Probleme müssen individuell gesehen und eine individuelle Lösung geschaffen werden. So lässt sich das Zitat wie folgt auf die Schulsozialarbeit übertragen: „Die zu bewältigenden Aufgaben der Schulsozialarbeit ändern sich nicht nur von Schüler zu Schüler, sondern auch vom Zeitpunkt des Geschehnisses und der Einzigartigkeit jeder Situation.“

Das nächste Zitat von Viktor Frankl lautete: „Erst der Mut zu sich selbst wird den Menschen seine Angst überwinden lassen“ (die-inkognito-philosophin, 2024). Sind SchülerInnen von schulischen Schwächen betroffen, müssen sie sich dies eingestehen, um eine Verbesserung zu erreichen. Die Schulsozialarbeit ist dabei unterstützend tätig, beispielsweise um mit Lese-, Schreib- oder Rechenförderung entgegenzuwirken. Dies kann sich nur erfolgsversprechend auf die SchülerInnen auswirken, wenn diese gewillt sind, die Hilfe anzunehmen. Falls diese Schwächen nicht durch fehlenden Lernstoff, sondern durch soziale Probleme hervorgerufen werden, kann die Schulsozialarbeit durch das Aufbauen des sozialen Verständnisses und des Selbstwertgefühls diese Schwächen ausgleichen. Nach Viktor Frankl lässt sich demnach sagen: „Erst durch Eingestehen der eigenen Probleme der SchülerInnen, haben die SchülerInnen die Möglichkeit ihre Angst zu überwinden“.

Ein weiteres Zitat von Viktor Frankl lautet: „Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt unsere Macht zur Wahl unserer Reaktion. In unserer Reaktion liegt unsere Entwicklung und unsere Freiheit.“ (Aphorismen, 2012) Schulsozialarbeiter und SchülerInnen haben die Macht ihre eigene Reaktion auf schwierige Situationen zu wählen und damit ihr eigenes Wachstum und ihre Freiheit zu beeinflussen. Sozialarbeiter unterstützen die SchülerInnen dabei, ihre Reaktionsmuster zu reflektieren und alternative Reaktionsmuster zu entwickeln. So lässt sich auch das Zitat von Viktor Frankl auf die Schulsozialarbeit beziehen. „In der Welt der Schulsozialarbeit liegt ein Raum. In diesem Raum wird den SchülerInnen ermöglicht, ihre Reaktion bewusst zu wählen. Durch diese gewählte Reaktion ermöglicht den SchülerInnen ihr persönliches Wachstum und ihre individuelle Freiheit zu beeinflussen.“